mit einer Kiste zum Umweltschützer?

 

Als traditionelles Handwerk hat sich die Imkerei seit vielen Jahrhunderten auch in unserer Kulturlandschaft fest etabliert. Für den aktiven Umwelt- und Naturschutz, für den Erhalt unserer Natur sind auch unsere Honigbienen unverzichtbar. Sie leisten durch ihre Bestäubung einen unverzichtbaren Beitrag für viele unserer heimischen Pflanzen, die ohne Bienen nicht mehr existieren würden.

 

Die Erhaltung und Entwicklung der Pflanzenvielfalt, sowie die Ertrags- und Qualitätssteigerung in Landwirtschaft und Gartenbau sind so ohne die Imkerei nicht denkbar. Die meisten Imker fühlen sich bei der Gewinnung des Honigs ihrer handwerklichen Tradition verpflichtet. Honig ist ein naturbelassenes Produkt, welches durch die Imker nicht mit Zusätzen versehen oder verändern-den Behandlungen unterzogen werden darf.

 

Ökologische Imkerei bedeutet, dass auf den Einsatz von synthetischen Medikamenten und Substanzen verzichtet wird. Nur organische Mittel, wie z.B. Ameisensäure zur Bekämpfung der "Varrotaose"  (parasitische Milben) kommen zum Einsatz. Dadurch bleibt der Honig nachweislich frei von Rückständen, wie sie immer wieder durch Untersuchungen der "Stiftung Warentest" nachgewiesen und beanstandet wurden.

 

 

Die Gewinnung von ausgereiften Honigen wird gesichert, indem die Waben erst dann den Bienenvölkern entnommen werden dürfen, wenn mindestens zwei Drittel der Honigwaben verdeckelt sind. Nach der Entnahme werden die Wachsdeckelchen von den Waben mit einer speziellen Gabel entfernt. Danach läßt mann den dünnflüssigen Honig stockwarm aus der Wabe tropfen. "Ein Genuß"

 

 

Die Reinheit des Honigs wird durch Sieben - mittels Grob- und Feinsieb - unmittelbar nach dem Abtropfen nach einer Standzeit von ein bis fünf Tagen gesichert. Vor dem Abfüllen des Honigs in die Gläser wird er gerührt, um die Streichfähigkeit zu gewährleisten.

 

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, muss der Honig trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Das Honigglas ist dicht zu verschließen, da er andere Gerüche und Feuchtigkeit leicht anzieht. Auch die Bienen "lagern" ihren Honig in dieser Weise, indem sie die fertig gefüllte Wabe dicht verschließen und die Temperatur durch Schlagen ihrer Flügel regulieren.

 

Abgesehen von den Zuckerverbindungen sind im Honig 180 natürliche Inhaltsstoffe nachweisbar, deren Vielfalt seinen ernährungsphysiologischen Wert bestimmen. Je nach Honigsorte variieren diese Inhaltsstoffe. So sind im Honig ungefähr 38% Fruchtzucker, 32% Traubenzucker, 20% Wasser, 5% Mehrfachzucker und 5% Vitamine, sowie Mineralstoffe, Aminosäuren, organische Säuren, Enzyme, Aromastoffe, Inhibine (antibakterielle Stoffe) und Pollen enthalten.

 

Naturbelassener Honig wird je nach Sorte nach Tagen (z.B. Rapshonig) oder erst nach Monaten (z.B. Robinienhonig) fest, d.h. er kristallisiert. Dies ist kein Qualitätsmangel. Durch Erwärmung des Honigglases im Wasserbad bei max. 40°C kann der Honig wieder verflüssigt werden. Höhere Temperaturen führen zu Qualitätseinbußen bei den wertvollen Inhaltsstoffen des Honigs.

 

Nicht nur in Bremen finden wir Auen, Wälder, Wiesen und schöne Garten-anlagen. Überall sind heute Kleingärten, Parkanlagen, gepflegte Terassen und Balkone mit einer fülle an nahrungsangebot für unsere Honigbienen zu finden. Warum nicht auch bei Ihnen im Garten und/oder auf dem Firmengelände? 

 

Muntere Honigbienen vor einer ihrer Beuten im Heimatbienenstand in Bremen-Grambke, wo die ersten Bienenpatenvölker geschlüpft sind. Mit einer Bienenpatenschaft leisten Sie als Bienenpate auch einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt.

das geht auch bei Ihnen zu Hause!

 

 

ÖKOLOGISCHER EFFEKT

Als Bestäuber erbringen Bienen eine wichtige Leistung im Naturgefüge und für den Menschen. Verschmutzungen der Umwelt, Monokulturen und die Zerstörung von Lebens-räumen führten in der Vergangenheit zu hohen Verlusten bei Bienenvölkern. Mit dem Aufstellen einer Bienenbe-hausung und einer naturnahen Gestaltung des Privat- oder Firmengeländes können Sie dieser Entwicklung und dem Verlust biologischer Vielfalt entgegenwirken.

 

 

 

VORTEILE

  • In geeigneter Lage bieten Bienenkisten und/oder Top Bar Hiven auch im urbanen Raum wertvolle Lebensräume.
  • Nutzen Sie Ihren eigenen oder „firmeneigenen“ Honig für Ihre Kommunikation.

 

VORAUSSETZUNGEN/GEEIGNET ...

  • für Geländebereiche mit einem großen Angebot an Blumenwiesen, Blühflächen, Wildblumensäumen oder blühenden Bäumen und mit Zugang zu Wasser. Ansonsten sollten Sie eine Bienentränke einrichten.
  • für halbschattige Standorte ohne starke Zugluft
  • Ideal ist, wenn ein „Hobbyimker“ das Bienenvolk betreut.

 

EINSCHRÄNKUNGEN

  • Das Nahrungsangebot für die Bienen muss durch eine naturnahe Gestaltung, etwa durch eine dauerhafte Blumenwiese, gewährleistet sein.
  • Versetzen Sie die Kiste auf keinen Fall während der Bienensaison, damit die Bienen stets zurückfinden.
  • Halten Sie Abstände zu Wegen ein.

 

Umsetzung

  • Für die Umsetzung und Betreuung der Bienenstöcke oder Bienenkisten sollte eine interne oder externe Person verantwortlich sein, die z.B. durch den lokalen Imkerverein geschult wurde. Sie pflegt und betreut das Bienenvolk im Jahresverlauf und steht im Dialog mit der Unternehmensleitung.
  • Ein ausreichendes Nahrungsangebot (Tracht) muss gewährleistet sein. Fragen Sie deshalb ggf. beim nächsten Imker oder Imkerverein nach dem Blütenangebot in der Umgebung. Durch eine naturnahe und bienenfreundliche Bepflanzung der Grün- oder Dachflächen auf dem Firmengelände können Sie einen Beitrag leisten.

 

PFLEGE

  • Der effektive Jahresaufwand für die Betreuung eines Bienenvolkes beträgt ca. 20 Stunden.
  • Bei mehreren Bienenkästen ist der Betreuungsaufwand pro Volk geringer.
  • Die Arbeitsaufwand fällt überwiegend von Mai bis Juli an.

 

Ergänzende Gestaltungselemente

Gut kombinierbar mit Wildblumenwiesen und ander Blühflächen

 

SYNERGIEN

Mitarbeitern/-innen und Kunden/-innen entwickeln ein Bewusstsein für Bienen und ihre zentrale Funktion, was der Umwelt helfen kann.

 

KOMMUNIKATION

  • eigener oder „Firmeneigener“ Honig kann dem Personal angeboten

  • oder als Give-Away verschenkt werden.

  • Bienenkisten (Beuten) bieten die Möglichkeit der Naturbeobachtung als gemeinschaftliches Erlebnis.

  • Bei der Standortauswahl, bei Bienenschutz- und Kommunikationsmaßnahmen unterstützt Sie die Initiative www.bienen-pate-bremen.de

  • Mit Bienenkisten können Sie und Ihre Mitarbeiter/-innen gemeinschaftlich Natur im Verlauf des „Bienenjahres“ beobachten.


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