nicht (nur) für den Honig:

 

Sowohl bei der „Bienenkiste“ als auch bei der „Top-Bar-Hive“ besteht das Prinzip – einfach gesagt – darin, den Bienen im Sommer möglichst ihre Ruhe und im Winter alles oder viel von ihrem eigenen Honig als Wintervorrat zu lassen. Was man erntet, wird ganz einfach ohne Schleuder verarbeitet. 

Ausführliche Informationen zur einfachen Bienenhaltung findet ihr hier.

Wer verhindern möchte, dass unsere Bienen sterben und die Umwelt weiterhin sorglos mit Giften belastet wird, kann handeln. Man muss dafür nicht gleich selbst Imker werden.

Aber die Imker unterstützen kann jeder: ganz einfach durch den Kauf von Imkerhonig, statt billigen Industriehonig. Wenn unsere Imker einen fairen Preis für ihren Honig bekommen, ist das eine Anerkennung ihrer Leistung und eine Investition in ihre Arbeit für die Bienen.

 

Honig aus Deutschland ist ein Beitrag für den Umweltschutz

Über Dreiviertel der heimischen Pflanzen sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. Mit dem Genuss von Imkerhonig aus der Heimat leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

 

Mir schmeckt Honig am besten, wenn er nicht gerührt wurde. Ich esse viel Honig direkt aus dem Glas, schlecke den Löffel langsam ab, und lasse den Honig auf der Zunge zergehen. Zuerst lösen sich die weichen Anteile, dann kommen die härteren Bestandteile daran, immer ist ein anderes Empfinden dabei.

Optimal ist dazu ein Porzellan-Löffelchen. Das ist ein anderer Geschmack wie von einem Metall-Löffel.

Honig verantwortungsbewusst einkaufen und konsumieren-

Darf ich überhaupt noch Honig konsumieren?

 

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt und ist bei ganzheitlicher Betrachtungsweise gar nicht so einfach zu beantworten. Die Antwort lautet: Ja, Aber...

 

Imker produzieren rund ein Drittel unseres Honigs, zwei Drittel werden aus anderen Ländern importiert. Die deutsche Honigproduktion unterliegt monokulturartigen und intensiven Nutztierhaltungsverhältnissen. Klimatisch betrachtet, gäbe es optimalere Regionen als Deutschland für die wirtschaftliche Honigproduktion. Sozial betrachtet arbeitet der deutsche Imker aktuell praktisch zum Nulltarif. Es scheint somit widersinnig, intensiv unter Ausbeutung der Natur zu produzieren und trotzdem nicht den Bedarf abdecken zu können.

 

Hingegen unterstützt der Honigkonsument die als Abfallprodukt der Honigimkerei anfallende Bestäubungs-leistung. Und gerade diese ist ökonomisch und ökologisch von größerer Wichtigkeit, als Honig. Der Verzicht auf deutschen Honig wäre aktuell aber grundlegend falsch und würde vorübergehend der Natur, unserer pflanzlichen Nahrungskette und damit auch unserer Wirtschaft schaden.

 

Jedoch läßt sich in Deutschlands von einem unbeeinflussten Bienenvolk kein Honig ernten. Wer Honig anbietet, produziert diesen somit zwangsweise unter widernatürlichen Eingriffen ins Bienenvolk und nimmt unerwünschte Nebeneffekte in Kauf. 

Honig von ihrem Imker kann bei eingehender Analyse weder art-gerecht noch wesensgemäß erzeugt worden sein. Wenn schon, dann darf man von naturnäherem und weniger naturnah produziertem Honig sprechen.

 

Dieses Dilemma lässt sich nur lösen, wenn die Imkerei in Richtung diversifizierter Bienenhaltung zu arbeiten beginnt. So z.B., wie wir es in unserem ökologischen (bewusst nicht biologischen) Arbeit zugunsten der Honigbiene voraussetzen:

Der Imker produziert mit 80% seines Bestandes nach extensiver Methodik und hält 20% naturnah. Wenn Sie bei einem Imker Wabenhonig oder gepressten (statt geschleuderten) Honig einkaufen können, probieren Sie mal und Beißen Sie herzhaft ins Wabenwerk hinein. Sie werden vom Geschmack begeistert sein!

Die ältesten Honigkenner sagen: “Ihr wisst ja heute gar nicht mehr, wie Honig eigentlich schmecken würde!”.

Verantwortlich dafür ist die moderne “gute imkerliche Praxis”, welche sich auf klinisch reinen Honig fokussiert, den es in der Natur so nie zuvor gegeben hat! Presshonig sei zu wenig rein. Zum Verkauf dürfe nur Honig aus zuvor unbebrüteten Waben verkauft werden.

 

Welchen Honig soll ich kaufen?

Wer rein auf seine eigene Gesundheit schaut, ist an unverfälschtem Honig interessiert. Also an reinem Honig ohne Zusatzstoffe wie Zucker und ohne Umweltgifte wie z.B. Pestizide. Die biologisch-dynamische Imkerei unter dem Label “Demeter” geht hier aktuell am weitesten. Demeter Honig ist aber nur schwer erhältlich. Grundsätzlich steigt die Reinheit des Honigs mit zunehmender Entfernung zu Landwirtschafts-zone, hier kann sowohl die Stadt interessant und für Norddeutschland insbesondere auch die Heideregion sein.

Wer auch ein Herz für Biene und Ökologie hat, interessiert sich für die artgerechte Tierhaltung und für die nachhaltige Produktion. 

Honig ist ein besonderer Saft
Er besteht nämlich nicht nur aus verschiedenen Zuckern wie Fruchtzucker,  Traubenzucker, Malzzucker, Palatinose, Trehalose und Melezitose, sondern auch aus Verschiedenen Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Pollen. Unsere Bienen stellen dieses Produkt her, indem sie in einem komplizierten Prozess Nektar aufnehmen, lagern, mit Enzymen versetzen, entwässern, und schließlich in den Waben einlagern. Das Endprodukt ist nicht nur durch die Arbeit der Bienen, sondern auch durch das Ausgangsmaterial geprägt. Die beflogenen Nektarspender, die Reifezeit, die Jahreszeit und der Anteil an Honigtau führen zu unterschiedlichen Produkten mit unterschiedlichem Aussehen, Geschmack und Inhalt.

 

 

Honig ist der Stoff, den unsere Bienen zur eigenen Ernährung und Gesundheit produzieren er ist rein vegetarisch. Dabei unterscheidet man Blütenhonige und Honigtau. Als Ausgangsprodukt dient bei Blütenhonigen die Absonderung von Nektar an Blütenpflanzen, seltener die Absonderungen von außerhalb der Blüten gelegenen Nektarien (zB beim Kirschlorbeer). Honigtau ist der Siebröhrensaft von Pflanzen, der von Schild- und Blattläusen aufgenommen wird und anschließend ausgeschieden und von den Bienen aufgenommen wird.

 

 

Honig ist übrigens nicht immer gesund. Sogenannter Mad honey, bei dem die Bienen bevorzugt pontischen Rhododendron (im Mittelmeerraum) befliegen und absammeln, enthalten giftige Grayanotoxine die zu verlangsamtem Puls, Kreislaufbeschwerden, erbrechen und Halluzinationen führen können. Todesfälle sind als seltene und schlimmste Vergiftungserscheinungen beschrieben. Bei einigen Völkern wird dieser Honig auch absichtlich gesammelt um seine halluzinogene Wirkung zu erzielen.

An zweiter Stelle kommen die bakteriostatischen Inhibine, und dann, mit 0,6% die organischen Säuren wie Apfel-, Zitronen-, Bernstein-, Glukon- und Essigsäure. Auch Vitamine gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen, wobei diese jedoch auf Grund ihrer niedrigen Konzentration keinen relevanten Ernährungsbeitrag leisten können. Auch wenn Aminosäuren mit 0,1% am Honig nur eine geringe Menge ausmachen, so sind sie deshalb so wichtig, weil sie temperaturabhängig unterschiedliche Farbtöne  und Aromen entstehen lassen. Im Honig entstehen so bis zu 120 verschiedene Aromastoffe.

Honig als Heilmittel war schon bei Babyloniern, Ägyptern und Chinesen  bekannt. In Ägypten wurden Bienen in Tonröhren gehalten und Honig wurde als Nahrungs- und Heilmittel geerntet. Um 460 vor Christi wurden durch Hippokrates und seine Schüler mehr als 300 Rezepturen die Honige enthalten aufgezeichnet. In der Menschheitsgeschichte ist Honig als Teil des Lebens, sei es als Süßungs-, Heil- oder kosmetisch angewandtes Pflegemittel nicht wegzudenken. Im 20. Und 21. Jahrhundert hat man begonnen, die gesundheitsfördernde Wirkung von Honig wissenschaftlich zu untersuchen und den Nutzen in das Spektrum der übrigen  Heilmittel einzuordnen. Trotz Antibiotika, industriell hergestellten desinfizierenden Salben, Cremes und Wundauflagen erweist sich Honig immer noch als ein in vielen Bereichen hilfreiches und heilendes Naturprodukt.

 

Honig als Mittel in der Wundheilung 

  • Honig wurde lange Zeit skeptisch betrachtet, nachdem einfacher Zucker zur Wundbehandlung eingesetzt, sich vielen modernen wundbehandlungsmitteln als unterlegen zeigte. Honig selber ist aber mit einfachem Haushaltszucker nicht zu vergleichen, da er eine Reihe zusätzlicher Wirkmechanismen aufweist
  • Honig wirkt osmotisch und entzieht einer bakteriell entzündeten Wunde Wasser, wodurch Bakterien abgetötet werden können. Dies scheint auch bei der Behandlung von Helicobacter pylori, einem Keim im Magen der Magen und Zwölffingerdarmgeschwüre verursacht eine Rolle zu spielen.
  • Durch eine permanente Produktion von Glucoseoxidase entstehen immer geringe, bakterizid wirkende Wasserstoffperoxide. Dabei ist die Konzentration so niedrig, dass entgegen der Anwendung als 3%ige Lösung keine Gewebeschädigung auftritt. Außerdem scheint Wasserstoffperoxid auch Fresszellen in die Wunde zu locken.
  • Methylglyoxal (MGO) entsteht im Zuckerstoffwechsel als Nebenprodukt und wirkt ebenfalls bakteriostatisch. In besonders hohen Konzentrationen findet sich Methylglyoxal in neuseeländischem Manuka Honig.
  • Honig enthält Defensine, das sind kleine, von Pflanzen produzierte Eiweiße, die die Bakterienmembranen zerstören können und damit ebenfalls Bakterizid wirken.
  • Auch der saure pH Wert zwischen 3,8 und 4,3 wirkt sich auf bakterielles Wachstum hemmend aus.

In vielerlei Untersuchungen hat sich Honig als modernen Wundbehandlungsmethoden gleichwertig erwiesen.
Da Honige aber in geringen Mengen Clostridium botulinum Sporen enthalten kann, wird eine Sterilisation des medizinisch verwendeten Honigs mit Gammastrahlen durchgeführt.
(Handelsprodukt z.B.: Medihoney©)

 

Da die bakteriostatische Wirkung unter Anderem vom Anteil an Methyglyoxal abhängt sollte man Honige mit hoher MGO Zahl (auf dem Etikett angegeben) kaufen. Die MGO Zahl liegt dabei zwischen 30 und 550 und spiegelt sich auch in entsprechend ansteigenden Preisen wieder. Honig erweist sich in verschiedenen Untersuchungen auch gegen Problemkeime wie MRSA (Multiresistente Staphylokokkus aureus Stämme) und VRE (Vancomycinresistente Stämme) als wirksam.

Bei oberflächlichen Wunden und Verbrennungen kann Honig als einfache Salbe oder Creme oder auch pur aufgetragen werden, darf so aber nicht uneingeschränkt empfohlen werden , da wie oben erwähnt Clostridiensporen im Honig vorhanden sein können. Bei Verwendung von medizinischem Honig in Verbindung mit modernen Wundauflagen, die ein Austrocknen und aufweichen der Wunde gleichzeitig verhindern, scheint Honig besser zu wirken als die meisten anderen lokal anwendbaren Therapeutika (etwas Silbersulfadiazin) Bei tiefen Wunden und Wunden die Taschen ausgebildet haben ist aber eine ärztliche Konsultation vor Beginn einer Behandlung unerlässlich.Ein besonderes Augenmerk hat man auch auf die Behandlung von Schleimhautschäden, wie sie bei Bestrahlungen oder nach Chemotherapien auftreten gelegt. Gerade zur Behandlung bei Bestrahlungsbedingten Schleimhautschäden liegen aussagekräftige Studien vor. Die Verwendung von Honig hat hier zu geführt, und außerdem zu einer signifikanten Stabilisierung des Körpergewichtes beigetragen. einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik

 

Honig bei Heuschnupfen 

  • Heuschnupfen, tränende Augen oder sogar asthmatische Beschwerden ruhen daher, dass der Körper auf bestimmte Pollen mit einer überschießenden Abwehr reagiert. Die Schleimhäute schwellen an, sezernieren Flüssigkeit. Die Augen tränen und niesen spült die Allergene aus dem Körper wieder heraus oder versuchen dies zumindest.
  • Ein wichtiger Baustein in der Behandlung allergischer Erkrankungen ist das Training für den Körper. Dabei wird unsere Abwehr langsam mit immer höher steigenden Konzentrationen des Allergie auslösenden Stoffes wieder an das Allergen gewöhnt  umso die überschießende Abwehr wieder einzufangen. Man stumpft das Immunsystem so wieder ab bis es in normalen Bahnen reagiert.
  • Diese sogenannte Desensibilisierung soll auch mit Honigen möglich sein, die immer auch Pollen, also Allergene enthalten. Für eine optimale Wirkung sollten die Honige dabei aus dem Lebensumfeld des Betroffenen gesammelt worden sein, sodass immer ein treffgenauer Pollenmix im Honig vorliegt. Um einen guten Erfolg zu erzielen sollte die Behandlung bereits in den Wintermonaten erfolgen. Möglicherweise ist das Ergebnis besser, wenn dem Honig noch Pollen zugesetzt wird.

 

Honig bei Magen und Darmerkrankungen

Untersuchungen weisen darauf hin, dass Honig schützende Effekte auf die Schleimhäute von Magen und Darm ausüben kann. In tierexperimentellen Untersuchungen kann Honig etwa Helicobacter pylori hemmen und Klistiere mit Honig können eine stark entzündete Darmschleimhaut schneller abheilen lassen.

Anwendungsbeispiel bei Erkältungen

Und wer kennt Honig in heißer Milch als Mittel gegen Erkältungsbe-schwerden nicht. 

Jedoch: Gegen Erkältungen sollte man Honig besser pur auf der Zunge zergehen lassen, als ihn in heißer Milch aufzulösen. Denn die große Hitze kann den antibakteriellen Effekt zumindest mindern oder gar zerstören.

 


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