Bann Wabe: Die Brut Wabe, in der die Königin eingesperrt wird, wird als bann Wabe bezeichnet. Hier verbringt sie neun Tage. Eine Bann Wabe ist eine Wabe mit offener Brut. Bannwaben werden auch zur Bekämpfung und Dezimierung von Varroa-Milben eingesetzt. Sie werden auch dazu benutzt, einen neuen Schwarm an eine neue Behausung zu binden.

 

Bau Biene: Als Bau Biene wird eine Arbeiterin bezeichnet, die mit dem Waben Bau befasst ist. In dieser Lebensphase der Arbeiterin sind die Wachsdrüsen, die das Wachs für die Waben zur Verfügung stellen, besonders aktiv.

 

Bauchsammlerin: Bestimmte Bienenarten sind auf einzelnen Pflanzen spezialisiert. So zum Beispiel die Scherenbiene, die zu den Bauchsammlerinnen gezählt wird. Aufgrund ihrer geringen Größe sammelt die Scherenbiene den Pollen auf ihrem Hinterleib. Der Pollen haftet hier an speziellen Borsten fest.

 

Baurahmen: (der) Holzrähmchen ohne Mittelwand werden als Baurahmen bezeichnet. Sie werden in den Brut Raum gehängt, wenn die Bienen Drohnenwaben anlegen sollen.

 

Befallsmessung:  über natürlichen Milben Abfall

 

Begattung: ist die Befruchtung der Bienen Königin durch Drohnen.

 

Begattungsableger: sind junge Bienenvölker, die vom Imker gebildet werden. Sie zeichnet aus, dass ihre Königin noch unbegattet ist beziehungsweise dass lediglich eine Weiselzelle vorhanden ist.

 

Beine: Die Honigbiene hat drei Beinpaare. Sie dienen nicht nur zur Fortbewegung, sondern werden auch zum Waben Bau und zum Sammeln von Pollen eingesetzt. 

 

Belegstelle: Weit ab von einem anderen Bienenvolk, mindestens aber zehn Kilometer von ihm entfernt errichtet der Imker eine so genannte Belegstelle, will er eine neue reine Königin heranziehen. In kleinen Begattungskästchen werden auf diese Weise in Hochgebirgslagen oder auf Inseln unbegattete Königinnen zur Reinpaarung gebracht. Damit die Begattung tatsächlich durch die ausgewählten Drohnen erfolgt, muss die Belegstelle isoliert aufgestellt werden.

 

Berufsimker: haben meist als Hobby-Imker begonnen. Zum Berufsimker wird man nach einer dreijährigen Ausbildung zum Imker, Fachrichtung Bienenhaltung innerhalb der Tierwirte. Tierwirte dürfen nur von anerkannten Ausbildungsbetrieben ausgebildet werden.

 

Bestäubung: Bienen haben eine große ökonomische Bedeutung. Sie dienen als Bestäuber  von wichtigen Nutzpflanzen. Aufgrund ihrer großen Anzahl und ihrer Arbeitsteilung gibt es keine effizientere Bestäubung als die durch Bienen. Manche Bienen wie die Scherenbiene haben sich auf die Bestäubung bestimmter Pflanzen, in diesem Fall auf Glockenblumen und Hahnenfuß, spezialisiert.

 

Bestäubungsimker: hat die Aufgabe, die Bienen zur kontrollierten Bestäubung einzusetzen. Die fortschreitende Industrialisierung der Agrarwirtschaft führt dazu, dass die Bedeutung der gezielten Bestäubung von Nutzpflanzen zunimmt.

 

Bestiften: Ist die Königin nach Inspektion einer Zelle mit dieser zufrieden, so legt sie ein Ei ab. Sie bestiftet sie. Der Ausdruck bestiften rührt von dem Aussehen der Eier her. Sie sind länglich geformt und sehen aus wie ein Stift.

 

Beute: (die) Behausung der Bienen wie der Bienenkorb oder das Bienenhaus bezeichnet. So gibt es die Strohbeute, den Bienenkorb, oder die Klotzbeute, ein ausgehöhlter Baumstamm. Beide sind künstliche Behausungen. Größte Bedeutung hat heute allerdings die Magazinbeute, eine Behausung, die aus verschiedenen einzelnen Zargen mit Rähmchen modular zusammengesetzt wird.

 

Bien: Das Bienenvolk wird auch als Bien bezeichnet. Zu einem Bien gehören Arbeiterinnen und Drohnen, die Bienenkönigin und die Brut, aber auch die Vorräte und der Waben Bau. Jeder Bien, jedes Bienenvolk, agiert als Einheit und ist nur in der Gemeinschaft überlebensfähig.

 

Bienen: gehören biologisch zu den Hautflüglern. Sie ernähren sich rein vegetarisch. Die Honigbiene, eine Gattung der Bienen, ist in Deutschland heimisch. Sie untergliedert sich wiederum in unterschiedliche Bienenrassen, so zum Beispiel in die Dunkle Europäische Biene, die Kärntner Biene und die Italienische Biene. Die bekannteste Rasse aber ist die Buckfast-Biene, die 1916 von einem Benediktinermönch im Kloster Buckfast gezüchtet wurde.

 

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Bienenflucht: Will der Imker den Honigraum leeren, so verhindert er für einen Zeitraum von etwa 24 Stunden, dass die Bienen vom Brut Raum in den Honigraum kommen. Dies geschieht über die Bienenflucht, eine Art Schleuse. In diesen Stunden können die Bienen dann nur noch vom Honigraum in den Brut Raum gelangen, aber nicht mehr zurück. Auf diese Weise kann der Imker in Ruhe den Honig entfernen.

 

Bienengift: In der Giftdrüse der Biene wird das Bienengift gebildet. Es besteht aus Peptiden, also kurzen Eiweißketten sowie aus Histamin und Enzymen. Ein einzelner Bienenstich ist für den Menschen ungefährlich. Allerdings können Folgen wie allergische Reaktionen oder Schocks dazu führen, dass der Bienenstich lebensbedrohlich wirken kann. Bienengift dient aber auch zur medizinischen Behandlung. So soll das Gift zum Beispiel gegen Rheuma helfen.

 

Bienenhaus: Beuten und/oder Bienenstöcke werden zum Schutz in eine Hütte/Bauwagen gestellt. Diese Unterstände sind meist nach Süden hin geöffnet. Neben dem Beuteraum befindet sich hier auch der Arbeitsraum. Was viele Hobby-Imker nicht wissen: Zur Errichtung eines Bienenhauses benötigt man meist eine Baugenehmigung.

 

Bienenbeutenkäfer: Beutenkäfer wurden erstmals 1998 in Florida im Zusammenhang mit Völkerzusammenbrüchen festgestellt. Inzwischen ist er weiträumige bis in die nördlichen Staaten der USA vorgedrungen. Die Überlebensfähigkeit des kleinen Beutenkäfers ist nicht auf tropische und subtropische Klimabereiche beschränkt. Eine große Gefahr für die europäische Bienenwirtschaft wird durch Paketbienentransporte die nach Europa stattfinden gesehen. Eine Einschleppung aus den USA ist zu befürchten. Der dunkelbraun bis schwarz gefärbte Käfer ist 5 bis 7 mm lang und lebt im Bienenstock, wo er seine zahlreichen Eier ablegt. Die ausschlüpfenden Larven, die kurz vor der Verpuppung bis zu 11 mm Länge erreichen, wachsen innerhalb von vier Wochen wieder zu erwachsenen Käfern heran. Die Verpuppung erfolgt außerhalb des Stockes im Erdreich. Larven und erwachsene Käfer ernähren sich von Bienenbrut, Honig- und Pollenvorräten, es kommt in befallenen Völkern zu erheblichen Schäden. Die von Fraßgängen durchsetzten Waben weisen einen säuerlich gärigen bis fauligen Geruch auf. Bei starkem Befall ziehen die Bienenvölker als Notschwärme aus. Da der Käfer auch außerhalb des Bienenvolkes überlebensfähig ist (er lebt hier bevorzugt auf fauligen Früchten), gestaltet sich seine Bekämpfung in den Verbreitungsgebieten besonders schwierig.

 

Bienenjahr: Das Bienenjahr ist eng mit den Jahreszeiten verknüpft. Von November bis Januar machen die Bienen Winterruhe. Sie reduzieren dabei ihre Aktivitäten auf ein Minimum. Februar bis April sind die Monate, in denen die neue Brut aufgebaut wird. Die Königin wird mit eiweißreicher und nährstoffreicher Nahrung gefüttert und legt immer mehr Eier ab. Mit der Brut wächst auch der Nahrungsbedarf des Bienenvolks. Von Mai bis Juli hat der Bien seine maximale Größe erreicht. Das Nahrungsangebot ist groß. Drohnen und Königinnen werden neu herangezogen. Es bilden sich neue Bienenschwärme. Die Völker teilen sich und vermehren sich. Ab August beginnen die Wintervorbereitungen. Vorräte werden angelegt. Es werden spezielle Arbeitsbienen für den Winter, die Winterbienen, herangezogen. 

 

Bienenkönigin: oder Weisel ist das einzige Weibchen im Bienenstock, das geschlechtsreif ist. Aus ihren begatteten Eiern bilden sich die Arbeiterinnen und auch neue Königinnen. Damit sich die Eierstöcke der heranwachsenden Arbeiterinnen gar nicht erst entwickeln, sondert die Königin Pheromone ab, die Königinnensubstanz.

 

Bienenkiste: ist eine einfache, lange, flache Holzkiste. Sie hat an der Stirnseite einen Spalt als „Flugloch“ für die Bienen. Der Boden(!) und die Rückwand sind mit Spannverschlüssen befestigt und daher abnehmbar. Alle anderen Teile sind fest miteinander verbunden.

 

Bienenkorb: Aus Ruten oder Stroh geflochtene Beuten werden als Bienenkorb oder Strohbeute bezeichnet. Erkennbar ist der Bienenkorb an seiner typischen, glockenförmigen Form. Hier gibt es keine Rähmchen. Die Bienen bauen die Waben frei. Das hat für den Imker den Nachteil, dass er diese nicht einzeln entnehmen kann.

 

Bienenkrankheiten: Die Acariose, die Amerikanische Faulbrut und die Nosematose (Frühjahrskrankheit) sind neben der Varroose die häufigsten Krankheiten, die Bienen befallen. Eines ist allen gemein: Sie können nicht medikamentös behandelt werden. Allerdings kann man sie durch genaue Beobachtung des Bienenvolks leicht erkennen. Äußerste Hygiene trägt am besten dazu bei, Erkrankungen durch Amöben, Parasiten und Bakterien oder Pilze zu vermeiden (siehe auch „Acariose“, „Amerikanische Faulbrut“ und „Varroose“).

 

Bienenlaus: Bienenläuse sind in besonderer Weise an ihre Wirte (Honigbienen und andere verwandte Hautflügler) angepasst. Sie leben auf diesen als „Ektoparasiten“ (Auf der Körperoberfläche lebende Parasiten). Der Körper der bis 2 mm langen Fliegen ist flach, Flügel und Halteren fehlen. Das letzte Fußglied ist stark verbreitert und mit einem Kamm zum Festhalten ausgestattet.  Die Komplexaugen sind stark reduziert, Ocellen fehlen. Die Mundwerkzeuge sind nur zur Aufnahme der  Nahrung geeignet. Bienenläuse befallen bevorzugt Bienenköniginnen und nehmen hier Nahrung beim Futteraustausch auf, sie betteln aber auch die Arbeiterinnen an. Die Weibchen legen ihre Eier in die Zellen der Bienen. Schlüpfenden Larven machen in den Zelldeckeln Grabgänge, die als feine weiße Linien über die Wabe ziehen, sie  Gänge in die Zelldeckel und ernähren sich dabei von Pollen und Honig. Die Bienenlaus lässt sich durch  Entdeckeln der (befallenen) Honigzellen bekämpfen (Störung der  Larvenentwicklung). Auch die Anwendung von Räuchermitteln führt zu einer schnellen Verminderung des Befalls. Man legt am Abend, nach dem Bienenflug ein weißes Papier unter die Waben und bestreut es mit einem Kaffeelöffel Naphthalin. (Achtung Mittel ist krebserregend)

 

Bienenrassen: unterscheiden sich nicht nur in ihrer geografischen Verbreitung in unterschiedlichen Klimazonen. Da zunehmend Kunstrassen, also vom Imker gezüchteter Bienenvölker,  hinzugekommen sind, sind nur noch wenige Bienenrassen ausschließ-lach in ihrem angestammten Gebiet heimisch. In Europa kommen fast nur Honigbienenrassen vor.

 

Bienenschwarm: Honigbienen vermehren ihre Staaten durch Teilung ihres Volkes. Im Früh-sommer hat das Bienenvolk seinen größten Bestand. Die Behausung wird dann schnell zu eng. Die Folge: Ammenbienen errichten neue Weiselzellen, in denen eine neue Königin heranwächst. Kurz bevor diese schlüpft, meistens vormittags am neunten Tag, verlässt die alte Königin mit einem Bienenschwarm den Stock und gründet ein neues Volk.

 

Bienenstock (der) Beute mit Bienenvolk

 

Bienenvolk: (das) Gesamtheit der Waben mit Brut, Honig und Pollen sowie der erwachsenen Bienen dieses besteht aus einer Königin, die begattete Eier legt, und den Arbeitsbienen, die für die Pflege der Brut zuständig sind. Nur im Sommer leben hier auch Drohnen. Der Bienenstock der Honigbiene besteht aus Staaten von 10.000 bis 40.000 Bienen. Unabhängig von den Außentemperaturen beträgt die Temperatur in einem Bien relativ konstant 30 bis 35 Grad Celsius.

 

Bienenwaben: Bienenwaben stellen die Lebensgrundlage in einem Bienenvolk dar. Alle Abläufe im Volk finden auf den Waben statt. Die Zellen dienen zum Speichern von Honig und Blütenpollen sowie zur Aufzucht von junger Brut. Das Baumaterial, das Bienenwachs, wird von Jungbienen in speziellen Wachsdrüsen an der Bauchseite gebildet.

 

Bienenwachs: Spezielle Wachsdrüsen am Hinterleib der Bienen produzieren das Bienenwachs für den Waben Bau. Bienenwachs ist eine hochkomplexe Mischung verschiedener Fettsäuren, Alkoholen und Fettsäureestern. Insgesamt sind über 300 verschiedene Bestandteile im Bienenwachs nachgewiesen, eine synthetische Nachahmung von Bienenwachs ist aufgrund dieser Zusammensetzung nicht möglich. Diese Besonderheit macht echtes Bienenwachs zu einem wertvollen Produkt aus dem Bienenvolk. Begehrt ist das Bienenwachs aber auch in der Industrie, aus ihm werden Kosmetikprodukte, Nahrungsmittel und Kerzen hergestellt.

 

Bienenweide: Pflanzen, die den Bienen durch Nektar, Pollen und Honigtau Nahrung bieten, bilden die so genannte Bienenweide.

 

Bienenwesen: bezeichnet man die drei verschiedenen Bienentypen: Königin, Arbeiterin und Drohn.

 

Blattschneiderbienen: 20 Arten - Körperlänge 7 – 17 mm, stark behaart, meist bräunlich, Sammelbürsten auf der Unterseite des Hinterleibs. Diese Wildbienen besuchen viele verschiedene Blütenpflanzen. Sie beißen kleine Stücke aus den Blättern von Laubbäumen und kleiden ihre Nester damit aus. Die Niströhren müssen einen Durchmesser von 6 bis 8 mm haben. Sie nutzen Bohrlöcher in Insektenhotels, aber auch Frassgänge von Käfern in morschem Holz.

 

Blütenhonig: aus dem Nektar von Blüten wird als Blütenhonig bezeichnet. Im Unter-schied dazu besteht der Waldhonig vorrangig aus Honigtau.

 

Blütenstaub: oder Pollen wird von den Bienen als Nahrung gesammelt. Beim Einsammeln des Pollens fliegen die Bienen von Blüte zu Blüte und übernehmen damit gleichzeitig die wichtige Aufgabe der Bestäubung. Pollen ist eiweißreich und wird daher vorwiegend zur Aufzucht der Larven verwendet. Die meisten Bienen sammeln den Pollen in Körbchen an den Hinter-beinen, manche aber auch in Borsten auf dem Hinterleib.

 

Blütenstetigkeit: ist ein Zeichen dafür, dass die Honigbienen das Sammeln koordinieren. Eine Biene, die eine gute Trachtquelle gefunden hat, alarmiert andere Flugbienen. Die Biene gibt ihre Entdeckung dazu durch einen Tanz auf einer Wabe an die anderen weiter. Himmelsrichtung, Entfernung, Ergiebigkeit und Duft der neuen Trachtquelle werden durch Vibrationsmuster und soziales Füttern (Trophallaxis) vermittelt. Meist sind es Spurbienen, die neue Trachtquellen erschließen. Das ist eine ökonomische Lösung, denn die einzelne Biene muss weder Zeit noch Kraft mit Suchen verbringen. Dies gilt auch im Detail: Die Sammelbienen müssen bei jedem Blütentyp erst einmal lernen, wo Nektar und Pollen zu finden sind. Manche Blütentypen sind recht kompliziert aufgebaut. Das Sammeln ist viel effektiver, wenn immer die gleiche Blütenart angeflogen wird. Für die Pflanze hat das den Vorteil, dass ihr Pollen garantiert zu einer Blüte ihrer eigenen Art transportiert wird. Nur Pollen der selben Pflanzenart kann eine Blüte befruchten.

 

Borsten: Die Fühler der einzelnen Bienen sind unterschiedlich aufgebaut. Zwar bestehen alle Antennen aus Schaft, Wendeglied und bis zu 11 Geißel gliedern, die Beborstung der Fühler ist jedoch höchst unterschiedlich. Während die Borsten bei den weiblichen Bienen, die sich über-wiegend im Dunkeln im Bienenstock zurechtfinden müssen, sehr fein ausgeprägt sind, fehlen sie bei den Drohnen fast ganz.

 

Botulismus: Im Bienenhonig befinden sich manchmal Sporen von Bakterien, die sich im Darm eines Säuglings vermehren könnten. Dies kann schlimmstenfalls zu Botulismus, einer Lebensmittel Vergiftung führen. Da Honig ein Naturprodukt ist, das unbehandelt verzehrt wird, sollte man Kindern im ersten Lebensjahr zur Sicherheit keinen Honig verabreichen. Ihr Immunsystem ist noch nicht ausreichend ausgebildet.

 

Brut: Die Eier, Larven und Puppen eines Bienenvolkes bilden ihre Brut. Sie umfasst die Gesamtheit des Bienennachwuchses.

 

Brutableger: In die Beute kommen:

  • zwei Futter- oder Honigwaben,
  • eine Pollenwabe,
  • Brutwaben (Anzahl = Monat + 1),
  • gegebenfalls Rähmchen mit Mittelwänden und
  • eine schlupfreife Weiselzelle.

Es werden Brutwaben mit ansitzenden Bienen aus einem starken Wirtschaftsvolk, natürlich ohne Königin, entnommen. Bienen und Brutwaben können aus mehreren, nur gesunden Völkern, für den Brutableger entnommen werden. Wichtig ist eine frühzeitige Bildung und eine entsprechend intensive Betreuung dieser anfangs sehr kleinen Völkchen. Eine entsprechend kleine Behausung, z.B. ein Ablegerkasten reicht aus.

 

Dieser verbleibt nicht am ursprünglichen Standort, da sonst die Flugbienen aus dem Ableger zum Muttervolk zurück fliegen. Auch kann es zur Räuberei durch die Bienen des Muttervolkes kommen, verengen Sie auf jeden Fall das Flugloch um den Wächterbienen die Arbeit zu erleichtern. Die bessere Alternative ist es, den Ableger an einen (3-5km) entfernten Standort zu bringen. Haben sich die Bienen etabliert, so können sie zum ursprünglichen Standort zurück. Ein neues Volk hat sich etabliert, wenn die Königin Stifte setzt und der Ableger damit eigene Brut angelegt hat. In dem Zeitraum, wenn die verdeckelte Brut geschlüpft ist und noch keine neue Brut verdeckelt wurde, können Sie die Varroamilbe mit Milchsäure bekämpfen.

 

Auch eine schlupfreife Weiselzelle kann dem Ableger zugesetzt werden, diese Weisel wird immer angenommen. Eine unbegattete, junge Königin wird meist nicht angenommen. Die Bienen legen, sofern möglich, Nachschaffungszellen an und ziehen eine eigene Königin. Nehmen Sie die Königin aus dem Muttervolk, dann dürfen alle Bienen nur aus diesem Muttervolk stammen. Das Muttervolk zieht sich eine neue Königin aus Nachschaffungszellen heran.

 

Brut Nest: (das) sitzt in der Regel immer fluglochnah, die Vorräte werden fluglochfern entweder hinten oder über dem Brutnest gelagert, hier befinden sich nicht nur die Eier, Larven und Puppen, sondern auch die Pflegebienen und die Königin. Je nach Jahreszeit und Größe des Bienenvolkes ist das Brut Nest unterschiedlich groß.

 

Brut Raum: (der) Ausgehend davon, dass eine Königin in der Hauptsaison täglich 2.000 Eier legt, werden rund 3 dm² Wabenfläche beidseitig täglich bestiftet. Unter Berücksichtigung, dass diese Fläche nach dem Bienenschlupf im Umlauf wieder zur Verfügung steht, werden rund 63 dm² für Brutfläche, Pollen- und Honigreserve benötigt. Das sind rund 12 DNM- (Deutsch NormalMaß), 11 Zander- oder 8 Dadant-Waben beidseitig, die für den Brutraum mindestens benötigt werden. Der Honig sollte oberhalb des Brutraums oder in Trogbeuten hinter dem Brutraum eingetragen werden.

Daraus folgt, dass (je nach Standortbedingung) ein Brutraum mit 10 oder 11 DNM-Waben in der Regel zu wenig ist. Als Ausgleich bekommt das Volk einen zweiten Brutraum, was den Nachteil hat, dass auch Honig dort eingelagert wird und eine Vermischung mit Brut die Honigernte erschwert bis ausschließt. Oder man setzt das etwas höhere Wabenmaß DN Anderthalb ein und arbeitet mit einem angepassten Brutraum. Die meisten DNM-Systeme können jederzeit ergänzt und umgerüstet werden. Entscheidet man sich für ein gleichschenkeliges DNM-System hat man zwar meist eine Falz, ist aber im Übrigen mit dem Beutensystem sehr flexibel aufgestellt und kann sich erst einmal ausprobieren.

 

Brut Wabe: die Eier der Königin enthalten, werden als Brutwaben bezeichnet. Hier befinden sich Stifte, Maden und Puppen, aber auch Pollen und Honig. Die Brutwaben werden in der Regel im Kreis rund um die Brut herum gebaut. In einem Stock können sich gleichzeitig mehrere Brutwaben befinden. Sie zusammen bilden dann das Brut Nest.

 

Brutzelle: Bevor die Bienenkönigin ihr Ei ablegt, inspiziert sie die zukünftige Brutzelle eingehend auf ihre Eignung. Brutzellen sind sechseckige Zellen, in denen die Brut aufgezogen wird.

 

Buckelbrut: Werden in den kleinen Zellen für Arbeitsbienen zum Beispiel auf Grund eines Königinmangels die größeren Drohnen herangezogen, so ergibt sich eine Buckelbrut. Als solche bezeichnet man die Drohnenlarven oder –puppen, die sich krümmen müssen, um in die eigentlich zu kleinen Waben zu passen. Die Pflegebienen erhöhen dann nach und nach den Deckel der Zelle, um ausreichend Platz für die Brut zu schaffen. Daher der Name Buckelbrut.

 

Buckfast: ist ein Zuchthybrid aus verschiedenen Rasse der Westlichen Honigbiene. Aus einer Ligustica Königin und eine Drohne der Dunklen Biene entstand dann die Buckfast. 


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