Made: Die Insektenlarve der Biene hat die Form einer Made. Sie besitzt weder Kopf noch Beine.

 

Magazin: (das) Die gängigste Form der Beute ist heute das Magazin. Sie ist besonders vielfältig einsetzbar. Boden, Zargen und Deckel lassen sich je nach Bedarf zusammenstellen. Die Magazinbeute zählt zu den Oberbehandlungsbeuten, das heißt, sie kann vom Imker bequem von oben bedient werden. Die Magazinbeute hat einen weiteren Vorteil: Man kann sie frei aufstellen und benötigt dazu nicht einmal ein Bienenhaus. Früher hat man mehr mit Hinterbehandlungsbeuten gearbeitet.

 

Maikrankheit: eine nichtansteckende Darmverstopfung der Honigbienen. Krankheitsbild: Stark aufgetriebener Hinterleib, junge Stockbienen krabbeln aus dem Stock, kreiseln oder laufen in Schlangenlinien auf dem Flugbrett, Kot wird in Form von festen gelben bis hellbraunen Würstchen abgesetzt herum, bei Druck auf den Hinterleib tritt gelbe Paste aus After. Auslösefaktoren:

Kälteeinbrüche im Frühjahr (vor allem im Mai) wenn die Ammenbienen für die Brutaufzucht viel eiweißreiche Nahrung (Pollen) verbrauchen, kann der Pollen ohne ausreichende Wasserzufuhr nicht verarbeitet werden. Normalerweise ist die Kotblase der Ammenbienen davon betroffen. Die Krankheitssymptome verschwinden sobald die Bienen ihre Flugtätigkeit wieder aufnehmen und Wasser eintragen können. Es kann zu einem Einbruch in der Volksentwicklung kommen. Maßnahmen zur Vorbeuge: Bei Kälteeinbrüchen nach vorangegangener guter Pollentracht Bienen vorsorglich mit Wasser versorgen (Stocktränke) oder flüssig füttern.

Bekämpfung: Verabreichung von Wasser, Besprühen der Bienen mit lauwarmem Wasser oder lauwarmer Zuckerlösung (1:3)

 

Malpighische Gefäße: der Bienen sind Exkretionsorgane. Sie entsprechen in etwa unseren Nieren. Hier werden Abbauprodukte und Harnstoff in ungelöster Form abgegeben. Eine Arbeiterin besitzt bis zu 100 malpighische Gefäße.

 

Mandibel: Der Rüssel der Biene besteht aus den beiden Unterkiefern und der Unterlippe. Darüber sitzen die Mandibeln, die Oberkiefer der Biene.

 

Mandibeldrüse: sitzt am Kopf der Biene. Alle drei Bienenwesen, Arbeiterin, Drohn und Königin haben diese Oberkieferdrüsen. Bevor die Bienen schlüpfen tritt aus den Mandibeldrüsen ein öliges Sekret aus, das die Wachsdeckel von den Waben löst. Später verwendet die Arbeiterin das Mandibelsekret auch zur Produktion von Bienenwachs. Bei der Königin produziert die Mandibeldrüse die Königinnensubstanz, das Pheromon der Königin.

 

Manuka: honig stammt aus Neuseeland. Er hat ein sehr herbes Aroma und duftet intensiv. Da er besonders stark antibakteriell wirkt, wird er gerne als Naturheilmittel bei Mund- und Rachenentzündungen verwendet. Aus Manukahonig wird auch ein Wundgel hergestellt.

 

Massentracht: zählen insbesondere Raps und Klee. Sie kommen in großen Flächen vor und bieten für die Bienen ein besonders reichhaltiges Angebot an Nahrung.

 

Maskenbienen: ca. 45 Arten  Körperlänge 4 bis 9 mm, schwarz mit heller Gesichtszeichnung und hellen Flecken an Brust und Beinen, keine Sammelbürsten. Flugzeit Mai bis September Maskenbienen fressen den Pollen und würgen ihn im Nest wieder aus (Kropfsammler). Sie legen ihre Eier in schmale Gänge mit 3 mm Durchmesser in morsches Holz oder in Pflanzenstängel. Die Brutzellen werden mit transparentem, seidenartigem, wasserdichtem Sekret ausgekleidet.

 

Material entsorgen: Nicht zu reinigendes Material sollte ordnungsgemäß entsorgt werden.

 

Mäusegitter:  verhindert das Eindringen von Mäusen. Ein spezielles Drahtgitter mit einer Maschenweite, durch die die Bienen gerade noch durch passen - Mäuse aber nicht. Wenn man ganz sicher gehen will, nimmt man eine Maschenweite von ca. 6,3mm.

 

Mäuseschutz: Durch Verkleinerung der Fluglochöffnungen können Bienenvölker vor Mäusen und Spitzmäusen geschützt werden.

 

Mauerbiene: ist eine Solitärbiene. 37 Arten - Körperlänge 6 – 16 mm, stark behaart, Sammelbürsten auf der Unterseite des Hinterleibs. Sie bevorzugen Bohrlöcher und Halme mit 6 bis 8 mm Durchmesser. Sie baut ihre Nester in die Spalten von Mauern, Fels und Gestein. Manche Mauerbienen bauen sogar im Sand. Ihre Nester bestehen aus einer Reihe hintereinander liegender Waben oder Kammern. Als Baumaterial verwendet die Mauerbiene Blätter, Lehm, Sand oder kleine Steinchen. Jede Kammer erhält ihren eigenen Nahrungsvorrat an Nektar und Pollen in Form des Bienenbrotes. Dann legt die Mauerbiene in jede Zelle ein Ei. Die Brut der Mauerbienen ist allerdings aufgrund der Bauweise häufig von Parasiten bedroht.

 

Maxille: ist der Unterkiefer der Biene. Zusammen mit dem Labium, der Unterlippe, bildet sie den Rüssel.

 

Melittin: ist ein Bestandteil des Bienengiftes. Es ist ein giftiges Eiweiß, das sich in der Membran der Zelle festsetzt und Kalium freisetzt. Dadurch stirbt die Zelle ab.

 

Mellifera: Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera)

 

Melezitose: ist eine Zuckerart, die im zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukt (Honigtau) verschiedener Blattläusen vorkommt. Sie wird aus Saccharose und Glucose gebildet, Ameisen werden durch diese Ausscheidungen als Beschützer der Blattläuse angelockt. Melezitose gehört zu den Kohlenhydraten und ist ein Dreifachzucker, bestehend aus zwei Molekülen Glucose und einem Molekül Fructose.Zum ersten Mal wurde Melezitose 1833 von Bonastre in einem Auszug der Lärche gefunden (Lärche heißt auf Französisch „le meleze“, deshalb der Name). In der Imkerei tritt bei Waldhonig (aus Honigtau) gelegentlich der Effekt auf, dass neben der Fructose und Glucose ein Anteil von bis 12 % an Melezitose vorhanden ist. Dies führt zu einer schnellen Kristallisierung des Honigs im Honigraum des Bienenvolks, so dass er meist nicht mehr geerntet werden kann. Dieser Honig wird als Melezitosehonig oder Zementhonig bezeichnet.

 

Metamorphose: In ihrer Entwicklung zur Imago durchläuft die Biene mehrere Metamorphosen, Verwandlungen also. Sie entwickelt sich vom Ei zur Larve, von der Larve zur geschlechtsreifen, flug-fähigen Imago. Dabei können die einzelnen Entwicklungsstadien  komplett unterschiedlich aussehen. Bei den Bienen sind die Larven Maden, bei den Schmetterligen Raupen.

 

Milbe: gehört zu den schädlichen Parasiten, die bei Bienen Erkrankungen auslösen können. Der Imker versucht daher, sein Bienenvolk ständig genau zu beobachten, um zu erkennen, ob sich Milben oder Einzeller dort einnisten.

 

Milbenauswaschung: Bestimmung des Bienenbefalls über die Bienenprobe

 

Milbenseuche: (Erreger: Tracheenmilbe) Der Erreger ist die von Rennie im Jahre 1920 beschriebene Milbe Acaräpis (Innenmilbe) Diese ansteckende Krankheit verursacht eine im vordersten Luftröhrenpaar (Tracheen) der Biene lebende Milbe. Sie ist nur 1/10 mm groß und mit dem bloßem Auge kaum noch erkennbar. Die Milbe ist gelblich gefärbt, von gedrungenem Körperbau. Ihre 4 Beinpaare sind mehr oder weniger stark behaart. Mit Hilfe der an den Beinen vorhandenen Krallen und Haftglocken ist es der Milbe möglich, auf und in ihrem Wirt den notwendigen Halt zu finden. Ihre Mundteile sind zum Stechen und Saugen ausgebildet. Mit ihnen durchsticht sie die Tracheenwandung, um das Bienenblut aufzusaugen. Die unverdaulichen Abfallstoffe werden in den Ausbuchtungen des Milbendarmes angesammelt und sind bei der mikroskopischen Betrachtung als dunkle Ablagerungen, sogenannter Harnfleck, deutlich erkennbar.

Die Entwicklung der Milben erfolgt in den Tracheen der Bienen. Nachdem ein trächtiges Milbenweibchen durch die erste Atemöffnung in die Luftröhre der Biene eingedrungen ist, legt sie hier je nach Jahreszeit 5 bis 10 Eier ab, die an die Tracheenwandung angeheftet werden. Danach bemüht sie sich, eine andere geeignete Biene aufzusuchen. Nach 3 bis 4 Tagen entwickeln sich aus den Eiern sechsbeinige Milbenlarven, die nach einer weiteren Entwicklungszeit von2 bis 3 Wochen zu geschlechtsreifen Tieren heranwachsen. Sie können bis zum Absterben der Biene an ihrem Geburtsort verbleiben oder auch früher aus der kranken Biene auswandern. Je älter eine Biene wird, desto mehr Milbengenerationen entwickeln sich in ihr. Die Milben dringen immer weiter in das Luftröhrensystem ein. In langlebigen Winterbienen wurden bis zu 100 Milben einer Trachee gefunden. Verlassen die Milben ihren Wirt, so versuchen sie, möglichst rasch eine neue Biene zu erreichen weil sie nicht länger als 1 bis 2 Tage ohne Nahrung sein können.

Krankheitsbild: Flugunfähige Bienen, Hüpfer und Krabbler vor den Beuten. Zögernde Volksentwicklung, viel Wintertotenfall. Bienenkot an und in Beuten, auf den Waben. Ein Bienenvolk kann den Parasiten längere Zeit beherbergen, ohne dass er sich durch äußere Kennzeichen bemerkbar macht. Auf Grund ungünstiger Umwelt- bedingungen, erfolgt häufig eine starke Vermehrung der Milben, und die Krankheit nimmt einen seuchenhaften Charakter an. Die Völker werden so geschädigt, dass sie eingehen (Bestätigung nur durch mikroskopische Untersuchung).Verbreitung:  Die neue Milbengeneration verlässt die Tracheen über die Stigmenöffnungen und wandert von den Haarspitzen der Biene auf andere im Volk über. Durch Räuberei, Verfliegen, aufgenommene Drohnen, Einfangen von Schwärmen unbekannter Herkunft oder Erwerb befallener Völker oder Königinnen kommt es zudem zu einer Übertragung zwischen Völkern.

Bekämpfung: Die Milbenseuche ist in Deutschland bekämpfungspflichtig.Ameisensäure als Varroa-Bekämpfungsmittel wirkt auch gegen die Tracheenmilbe. Abtöten bereits stark geschwächter Völker (Milbe kann dadurch aber nicht ausgerottet werden) Förderung des Reinigungsfluges gegen Ende des Winters, um kranke Flugbienenzu eliminieren (Übergießen der Waben mit 1-2-Esslöffel warmen Honigs) Die Selbstheilung eines nicht zu stark befallenen Volks ist möglich.Vorbeugung: Überwinterungsplätze, die eine optimale Pollenversorgung bieten und damit günstige Brut- und Volksentwicklung sichern. Überwinterungsstandorte, die den Bienen früh und häufig Gelegenheit zum Reinigungsflug. 

 

Mineralstoffe: Honig enthält nur geringe Spuren von Mineralstoffen. Lediglich Kalium lässt sich in größeren Mengen nachweisen. Honigtauhonig enthält unter den Honigen die meisten Mineralstoffe. Grund für seinen hohen Kaliumgehalt sind seine pflanzlichen Bestandteile.

 

Mittelwand: (die) Wachsplatten mit vorgeprägten Sechseckmuster werden vom Imker in die Rähmchen eingesetzt. Sie sollen den Bienen eine Grundlage bieten für den Bau neuer Waben. Die dazu verwendeten Mittelwände bestehen aus eingeschmolzenen Bienenwachs. Die Bienen sparen dadurch Aufwand und können mit ihren Nahrungsvorräten besser haushalten, werden ihnen bereits vorgefertigte Wabenplatten zur Verfügung gestellt. Außerdem sind die Waben kleiner, so dass nicht ganz so viele Drohnen gezüchtet werden.

 

Mittelwandgabe: Durch die Gabe von dünnen Wachsplatten aus Bienenwachs mit vorgeprägter Zellengröße kann die Verteilung zwischen Arbeiterinnen und Drohnenbrut beeinflusst werden.

 

 


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